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Zweites BGM-Netzwerktreffen wieder von GewiNet durchgeführt

„Tabuthema Sucht am Arbeitsplatz“ führte zu einem inhaltsvollen Austausch

Das zweite von GewiNet e.V. organisierte Netzwerktreffen 2022 fand am 15.11. in den Räumlichkeiten des Caritasverbands Osnabrück statt. Inhaltlich wurden die Teilnehmenden dafür sensibilisiert, dass Sucht als gefährliches Tabu oftmals verharmlost wird.
Was können Betriebe tun und welche Unterstützungsmöglichkeiten und Ansprechpersonen gibt es? Wie arbeitet eine betriebliche Suchtkrankenhilfe? Diesen und weiteren spannenden Fragen widmete sich die BGM-Expertin des Caritasverbandes Frau Fröhlich in ihrem Vortrag „Tabuthema Sucht am Arbeitsplatz – hinschauen statt wegsehen“. Im anschließenden offenen Austausch erhielten die Teilnehmenden neben Ratschlägen zu ersten einfühlsamen Herangehensweisen konkrete Informationen zu Beratungsstellen und gesetzlichen Regelungen.

Zweites BGM-Netzwerktreffen wieder von GewiNet durchgeführt

V.l. Lydia Gnida, GewiNet e.V., Marion Fröhlich, Caritasverband für die Diözese Osnabrück e.V.,  Dr. Dorothee Imsieke, Caritasverband für die Diözese Osnabrück e.V.
Foto: GewiNet e.V.

Es hat sich gezeigt, dass dieses Thema die Unternehmen unterschiedlich stark betrifft. Dennoch – so das allgemeine Empfinden in der Gesprächsrunde – sollte regelmäßig eine Sensibilisierung stattfinden, um früh belastende Problemlagen und erste Anzeichen einer Sucht zu erkennen oder bei Verdacht handlungsfähig zu sein und gezielt agieren zu können. Denn auch in Betrieben gehen Betroffene und Beteiligte am Arbeitsplatz dem Thema Suchtprobleme gerne aus dem Weg. Der Konsum von Suchtmitteln am Arbeitsplatz hat in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen – mit teils schweren Auswirkungen für die Betroffenen und das Unternehmen. Denn:

  • Suchterkrankte Menschen haben höhere Fehlzeiten als ihre Kollegen*innen.
  • Sie leiden unter ihrer Suchtabhängigkeit und sind nicht mehr voll leistungsfähig
  • Die Unfallgefährdung am und auf dem Weg von und zum Arbeitsplatz steigt mit Folgen für den Arbeitsschutz.

„Wichtig ist eine frühzeitige Ansprache der/des Betroffenen. Hier reicht schon ein erster Verdacht auf eine Suchtthematik. Und natürlich gilt auch hier, mit der Person und nicht hinter ihrem Rücken zu reden“, so Marion Fröhlich.
GewiNet bietet seinen Mitgliedern und auch Interessenten viermal im Jahr die Möglichkeit, sich zu weiteren Inhalten des Betrieblichen Gesundheitsmanagements auszutauschen und Kontakte zu knüpfen. Zu diesen Terminen wird ein*e Experte*in eingeladen und referiert über eine konkrete Problematik oder einen Bereich des BGMs. Im Anschluss folgt eine offene Gesprächsrunde, in der die Teilnehmenden nicht nur ihre Erfahrungen austauschen, sondern auch z.B. Schwierigkeiten ansprechen und sich Rat holen können. Hier unterstützt GewiNet seine Mitglieder dabei, geeignete Kontakte herzustellen, um unternehmensspezifische Maßnahmen und Projekte zu verwirklichen.
Sprechen Sie uns dazu gerne direkt an.

Lydia Gnida
Projektmanagerin BGM
GewiNet
Kompetenzzentrum Gesundheitswirtschaft e.V.
Martinistraße 63/65
49080 Osnabrück
Tel.: +49 541-200 98 44-46
l.gnida@gewinet.de

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