Christliches Klinikum Melle stellt am 13. Februar Krankenhaus und berufliche Perspektiven vor >
< Franziskus-Hospital Harderberg nimmt sanierten Bereich in Betrieb
30.01.2020 11:14

Pflegeausbildung: Das ist neu in 2020


Start für die neue Pflegeausbildung: Die Kooperationspartner des Bildungsnetzes Pflege

Quakenbrück. Viel Neues bringt das Jahr 2020 für Interessenten an einer Pflegeausbildung:  Aus dem Beruf Gesundheits- und Krankenpfleger/in, Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger/in sowie Altenpfleger/in wird die Pflegefachfrau bzw. der Pflegefachmann. Damit führt das neue Pflegeberufereformgesetz vom 1.1.2020 die drei bisher getrennten Ausbildungen in der Pflege  zusammen zur generalistischen Ausbildung mit dem Abschluss "Pflegefachfrau"/"Pflegefachmann".

„Die neue Ausbildung soll die Absolventen zur Pflege von Menschen aller Altersgruppen in ambulanten, akuten und stationären Einrichtungen befähigen“, erklärt Rüdiger Sievert, Schulleiter der Pflegeschule des Christlichen Krankenhauses Quakenbrück. „Erstmals wird der Pflegeberuf nun auch über bestimmte berufliche Tätigkeiten geregelt, die nach dem neuen Gesetz dem Pflegeberuf vorbehalten sind und damit nur von ausgebildeten Pflegekräften ausgeführt werden dürfen“, so Sievert. Das umfasse die Erhebung und Feststellung des individuellen Pflegebedarfs eines Patienten, die Organisation, Gestaltung und Steuerung des Pflegeprozesses und die Analyse, Evaluation, Sicherung und Entwicklung der Qualität der Pflege. „Diese Tätigkeiten sind nicht auf andere Berufsgruppen übertragbar“, erläutert Sievert. Die Ausbildungsreform in der Pflege erziele zudem eine zusätzliche Qualitätsverbesserung, da die Ausbildungsinhalte modernisiert und die Ausstattung der Pflegeschulen optimiert würden. Auch der Anteil der Praxisanleitung im Betrieb werde künftig höher sein.

Im CKQ startet im August 2020 der erste Ausbildungskurs nach den neuen Kriterien.  „Unseren Auszubildenden stehen nach dem Abschluss im Berufsleben viele Einsatz- und Entwicklungsmöglichkeiten offen. Zudem ist der generalistische Berufsabschluss in den anderen EU-Mitgliedsstaaten anerkannt“, so Sievert. Erfreulich sei auch die recht hohe monatliche tarifliche Vergütung der Auszubildenden von derzeit 1140 € im ersten, 1202 € im zweiten und 1303 € im dritten Ausbildungsjahr.

Konkret findet die dreijährige Ausbildung in den Bereichen Ambulante Pflege, Stationäre Akutpflege, Stationäre Langzeitpflege, Pädiatrie, Psychiatrie und Beratung/Rehabilitation/ Palliativpflege statt.

Aufgrund der vielseitigen Einsatzbereiche hat das CKQ gemeinsam mit verschiedenen Pflegeanbietern das „Bildungsnetz Pflege“ gegründet: Dazu gehören neben dem CKQ das Ambulante Soziale Dienstleistungszentrum (ASD) Ankum, die Diakonische Stiftung Bethanien, , das Ambulante Gesundheitszentrum Artland, das St. Sylvester-Stift Quakenbrück, Seniocare Quakenbrück, die Heilpädagogische Hilfe (HpH) Bersenbrück, das Neurologische Pflegezentrum (NPZ) Badbergen, die St. Anna Stiftung Dinklage, das Pflegeheim Nortrup und das St. Elisabeth Stift Lastrup, die St. Anna Klinik Löningen und das Altenzentrum St. Franziskus Löningen.

Interessenten für einen Ausbildungsplatz können ihre Bewerbung direkt an die gewünschte Einrichtung adressieren, in der sie den Hauptteil der praktischen Ausbildung absolvieren möchten. Die weiteren praktischen Pflichteinsätze finden dann bei den jeweiligen kooperierenden Einrichtungen statt.

Die Koordination der neuen Pflegeausbildung übernimmt die Pflegeschule am CKQ in Quakenbrück. Dort erhalten die Auszubildenden aller Kooperationspartnerauch ihre theoretische Ausbildung.

Weitere Informationen zur  neuen Pflegeausbildung gibt es im Internet unter www.ckq-gmbh.de sowie bei der Pflegeschule des CKQ unter 05431 15 1964.