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14.10.2019 09:39

BGM-Messe des GewiNet Kompetenzzentrum Gesundheitswirtschaft mit Joey Kelly


Osnabrück. Extremsportler Joey Kelly von der „Kelly Family“ machte auf Einladung des GewiNet Kompetenzzentrum Gesundheitswirtschaft Station in Osnabrück: „Gesundheit ist die Basis für jeden Erfolg“, sagte er im Nettedrom und nahm damit das Motto der sechsten Messe für Betriebliches Gesundheitsmanagement auf, welches lautete: „Zukunft sichern, Gesundheit fördern“.

Die Ausrede „ich habe keine Zeit für Bewegung“ ließ Kelly mit Blick auf die Gesundheit nicht gelten: „Lebensqualität und Gesundheit schaffen wir über Bewegung“, sagte er. Auch kurze Bewegungseinheiten reichten schon aus: Er empfahl Laufen oder Walken, wenn die Zeit einmal knapp sei.

Osnabrücks Bürgermeisterin Birgit Strangmann (Grüne) nahm ebenfalls das Motto der Veranstaltung auf und sagte: Eine veränderte Arbeitswelt führe auch zu mehr Krankheiten. Viele davon könnten durch gesundheitsförderndes Verhalten positiv beeinflusst werden. Gesunde Beschäftigte in gesunden Unternehmen seien ein Ziel, an dem sich alle im Betrieb beteiligen könnten. Produktivität und Leistungsfähigkeit stiegen, die Mitarbeiter fühlten sich wohler und seien zufriedener. Die BGM-Messe biete hierzu Informationen und Austauschmöglichkeiten. Die Bürgermeisterin wünschte den Teilnehmern „viele neue Erkenntnisse, die sie in den Alltag begleiten können“.

Hon. Prof. Dr. Michael Böckelmann, erster Vorsitzender von GewiNet, freute sich über den großen Zuspruch auf die Messe: Sie gewinne immer mehr an Bedeutung. Betriebe, aber auch Kommunen und andere Institutionen würden mehr und mehr die Vorteile des Betrieblichen Gesundheitsmanagements erkennen. BGM sei wichtig, weil die Belastungen in den Unternehmen zunähmen und es darum gehe, Mitarbeiter gesund zu erhalten und Fachkräfte auch angesichts des Fachkräftemangels zu fördern. Unternehmen bräuchten konkrete und zielgruppengerechte Angebote für BGM. GewiNet vermittele diese und begleite Firmen beim Thema BGM. Die Messe solle in dieser Hinsicht Impulse geben und Austausch schaffen.

Adam Pietzka (Gesundheitsmanager bei Hellmann Worldwide Logistics) berichtete über ein dezentrales Gesundheitsmanagement für Betriebe. Er riet, mit dem BGM-Programm in alle Niederlassungen zu gehen und dort auch jeweils mit Beauftragten zusammenzuarbeiten. Vor Ort werde mit Kooperationspartnern wie Krankenkassen, Gesundheitsnetzwerken, Betriebsräten, Betriebsärzten und anderen zusammengearbeitet.

Zudem gebe es einen Steuerungskreis, der Leitlinien und Programme aufstelle. Pietzka riet, mit kleinen Themen und Angeboten wie zum Beispiel einer mobilen Physiotherapie anzufangen und Anreize zu schaffen.

Auf dem Programm der Messe standen weitere Vorträge und Workshops: Da ging es um die Themen „Stressfrei durch bewusstes Atmen“ (Steve Potticary, Lionheart Fitness), „Befragungen in Unternehmen und im BGM: Trends, Funktionen und Erfolgsfaktoren“ (Dr. Tammo Straatmann, IWOP GmbH) sowie „Netzwerken als Instrument des Betrieblichen Gesundheitsmanagements“ (Franziska Baumann, Stadtwerke Osnabrück, und Sebastian Brandt, Centrumed).