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20.06.2019 13:00

Chefarzt geht nach fast 20-jähriger Tätigkeit an der Schüchtermann-Klinik in den Ruhestand


Chefarzt Prof. Dr. Joachim Thale (Vierter von links) geht Ende Juni in den Ruhestand und verabschiedete sich jetzt im Rahmen einer Veranstaltung von vielen seiner Wegbegleiter. Foto: Schüchtermann-Klinik

Bad Rothenfelde/Osnabrück. Nach fast 20-jähriger Tätigkeit an der Schüchtermann-Klinik Bad Rothenfelde geht Chefarzt Prof. Dr. Joachim Thale Ende Juni in den Ruhestand. Im Rahmen einer Veranstaltung verabschiedete er sich in Osnabrück von vielen seiner Wegbegleiter.

Die Schüchtermann-Klinik freue sich über aktuell 125 000 vorgenommene Herzkatheteruntersuchungen. Daran habe Prof. Dr. Thale einen maßgeblichen Anteil, betonte Prof. Dr. Michael Böckelmann, Vorsitzender der Geschäftsführung. Ebenso habe Prof. Dr. Thale wesentlich zum Erfolg des Herzzentrums Bad Rothenfelde / Osnabrück beigetragen. Mit Chefarzt Prof. Dr. Gerold Mönnig sei nun ein kompetenter Nachfolger gefunden worden, mit dem Thale die Kardiologie seit eineinhalb Jahren gemeinsam führe.

Prof. Dr. Thale bedankte sich für die hervorragende Zusammenarbeit in der Schüchtermann-Klinik. Er sei sehr gerne in dem Herzzentrum tätig gewesen, zumal er ein medizinisches Zeitalter habe miterleben und ärztlich begleiten dürfen, in dem die Kardiologie enorme diagnostische und therapeutische Behandlungsmöglichkeiten entwickelt habe. Mit der Übergabe der Leitungsverantwortung an seinen hochqualifizierten Nachfolger, Prof. Dr. Mönnig, verbinde er die Zuversicht für eine zukunftsweisende Weiterentwicklung der Schüchtermann-Klinik.

Ein Glückwunsch kam auch von Prof. Dr. Hartmut Gülker aus Wuppertal: Prof. Dr. Thale könne stolz auf die Entwicklung des Herzzentrums in Bad Rothenfelde sein. Die Schüchtermann-Klinik sei als eines der fünf größten Herzzentren in Deutschland hervorragend aufgestellt und habe ein breites medizinisches Angebot.

Prof. Dr. Gülker skizzierte die künftigen Herausforderungen für Herzzentren. Sie müssten vor allem stärker auf Qualität als auf Quantität setzen. Er hob die zunehmende Bedeutung einer individualisierten Medizin hervor. Der Patient stehe im Mittelpunkt: „Herzzentren müssen sich neu erfinden, wenn sie auch in Zukunft Erfolg haben wollen.“ Das bedeute auch, dass Herzzentren künftig nicht nur Versorgungs-, sondern auch Wissenszentren darstellen müssten. Dies sei nur durch eine Beteiligung an der medizinischen Forschung möglich.

Im Herzzentrum Bad Rothenfelde sei bereits unheimlich viel erreicht worden. Die Schüchtermann-Klinik stehe glänzend da. Prof. Dr. Gülker wünschte der neuen Ärztegeneration, dass sie das Herzzentrum erfolgreich in die Zukunft führe.

Prof Dr. Mönnig blickte zu Beginn seines Vortrags auf die anderthalbjährige gemeinsame Zeit mit Prof. Dr. Thale zurück: Das Experiment einer chefärztlichen Doppelspitze sei gelungen. Er bedankte sich bei Prof. Dr. Thale für ein sehr gut bestelltes Feld, auf dem er weiterarbeiten könne. In Zukunft spiele die Katheterbehandlung von Rhythmusstörungen eine immer wichtigere Rolle. Andererseits sollte aber auch ein differenzierter Einsatz von Antiarrhythmika nicht aus dem Blickfeld der modernen Kardiologie geraten.

Prof. Dr. Jürgen Sindermann ging in seinem Vortrag auf die Fortschritte der medikamentöse Therapie ein und stellte sie der mechanischen Linksherzunterstützung gegenüber.

Priv.-Doz. Dr. Norbert Franz beleuchtete neue kathetergestützte Verfahren, die sich neben dem konventionell chirurgischen Vorgehen bei der Behandlung von Klappenerkrankungen ergeben. Er erläuterte, für welche Patienten sich katheterinterventionelle Therapien eignen.