Chefärzte des Franziskus-Hospitals beim offenen Café der Krebsstiftung >
< Informationsveranstaltung zum neuen Fachstudiengang Gesundheitsmanager (VWA)
06.02.2019 08:50

Unterstützung für ambulante und stationäre palliative Begleitung


Spendenübergabe mit (von links) Joachim Kreienbrink, Susanne Wagner, Prof. Dr. Dr. Jens Atzpodien, Dr. Michael Cromme und Doris Klanke. Foto: Daniel Meier/Niels-Stensen-Kliniken

Georgsmarienhütte/Hagen. Der Rotary-Club Osnabrück Süd hat in Hagen Spielzeug verkauft und aus dem Erlös jeweils 2500 Euro an die Spezialisierte Ambulante Palliativ Versorgung (SAPV) für den Landkreis Osnabrück sowie den ambulanten Kinderhospizdienst Osnabrück gespendet.

Prof. Dr. Dr. Jens Atzpodien (Chefarzt der Klinik für Internistische Onkologie und Hämatologie am Franziskus-Hospital Harderberg), Dr. Michael Cromme (Arzt für Allgemeinmedizin in Hagen) und Orgelbauer Joachim Kreienbrink aus Georgsmarienhütte übergaben die Spende im Franziskus-Hospital Harderberg der Niels-Stensen-Kliniken an Doris Klanke (SAPV-Koordinatorin) und Susanne Wagner (Koordinatorin des ambulanten Kinderhospizdienstes Osnabrück).

Mit dem Geld soll die ambulante und stationäre palliative Begleitung von Erkrankten unterstützt werden. „Wir werden das Geld für Angebote wie Musik-, Maltherapie und Entspannungsübungen durch Klangschalen nutzen“, so Doris Klanke: „Also Angebote, die durch die Kostenträger nicht abrechenbar sind, aber die Lebensqualität des erkrankten Menschen bereichern.“

Es gehe nicht darum, dem Leben mehr Tage, sondern den Tagen mehr Leben zu geben, zitierte Prof. Dr. Atzpodien Cicely Saunders, die Begründerin der Palliativ- und Hospiz-Bewegung. So solle den Patienten mehr Lebensqualität am Ende des Lebens ermöglicht werden.

Das Geld kam durch den Verkauf von Spielzeug zusammen, das eine Osnabrückerin dem Rotary-Club Osnabrück Süd für diesen Zweck überlassen hatte.

Die Spezialisierte Ambulante Palliativ Versorgung (SAPV) dient dem Ziel, die Lebensqualität und die Selbstbestimmung schwerstkranker Menschen mit einer nicht heilbaren, weit fortgeschrittenen Erkrankung mit begrenzter Lebenszeit zu erhalten, zu fördern und zu verbessern.

Besonders wichtig ist es, den Betroffenen ein menschenwürdiges Leben bis zum Tod in ihrer vertrauten Umgebung oder in einer stationären Einrichtung zu ermöglichen. Im Mittelpunkt der Versorgung stehen die individuellen Bedürfnisse und Wünsche der Patienten sowie ihrer vertrauten Bezugspersonen.

Von besonderer Bedeutung bei der SAPV ist die vernetzte Zusammenarbeit aller Beteiligten. Dazu gehören medizinische, pflegerische, seelsorgerische, psychosoziale und ehrenamtliche Dienste im gesamten Landkreis Osnabrück. Diese enge Zusammenarbeit basiert auf der Kooperationen im Netzwerk, bestehend aus ambulanten Pflegediensten, niedergelassenen Hausärzten/ Palliativmedizinern sowie einer Apotheke. Darüber hinaus gibt es eine enge Zusammenarbeit mit der Palliativstation im Krankenhaus St. Raphael Ostercappeln, dem Osnabrücker Hospiz, ambulanten Hospizdiensten und Seelsorgern im Landkreis Osnabrück.