Region Osnabrück zeigt Lösungen für Pflegefachkräftemangel auf >
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23.02.2015 11:00

Wenn der Patient überfordert ist


Versorgungsnetz auch für die Region Osnabrück angeregt – Gewinet-Veranstaltung bei Mamedicon
 
Osnabrück/Bissendorf. Sie könnte auch für Osnabrück Vorbildcharakter haben: Regine Harms vom Oldenburger Verein Versorgungsnetz Gesundheit informierte im Rahmen einer Veranstaltung bei Mamedicon in Bissendorf über eine in Oldenburg sehr erfolgreiche Notfallmappe.
 
Bei dem Treffen in der Reihe "Gewinet@" des Gesundheitsnetzwerks Gewinet stellte zunächst Mamedicon als einladendes Mitglied des Netzwerkes seine Arbeit vor: Geschäftsführer Uwe Imkamp und sein Mitarbeiter Maik Stendera erläuterten das Leistungsspektrum der deutschlandweit tätige Beratungs- und Managementgesellschaft.
 
Beide griffen zudem die Empfehlungen von Regine Harms zur Einführung einer Notfallmappe auf und berichteten über ihre Vorstellungen, regionale Versorgungsnetzwerke für eine bessere gesundheitliche Versorgung einer Region aufzubauen: Um im Ernstfall nicht plötzlich hilflos zu sein, könne eine Notfallmappe mit allen nötigen Ansprechpartnern und den wichtigsten Gesundheits- und Kontaktdaten der Betroffenen eine vorsorgende Lösung sein. Im Bedarfsfall sei ein Versorgungsnetzwerk für Menschen, die akute Hilfe benötigten, dann eine sinnvolle Ergänzung. Beides gebe es in der Region Osnabrück bisher noch nicht.
 
Ein solches Versorgungsmanagement würde Gesundheitsleistungen für Betroffene koordinieren, die nicht mehr selbst in der Lage dazu seien. Es handele sich um ein patientennahes Netzwerk, bei dem alle für den Patienten notwendigen Einrichtungen miteinander kooperierten: „Sie arbeiten Hand in Hand für den Patienten“, so Stendera. Dabei sei der Handwerker, der die Wohnung barrierefrei einrichte, ebenso wichtig wie der Facharzt, der Pflegedienst, die Krankenkasse und weitere ergänzende Fachkräfte. Die einrichtungsübergreifende Koordination schone Ressourcen bei jedem einzelnen Anbieter und verhindere Zeit- oder Informationsverluste in der Gesundheitsversorgung. Dies sei künftig eine wichtige Säule für ein funktionierendes Gesundheitssystem.