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01.08.2016 11:46

Umgang mit psychischen Belastungen am Arbeitsplatz – ein fester Bestandteil des Betrieblichen Gesundheitsmanagements.


Osnabrück. Unternehmen des Netzwerks für Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) von GewiNet e. V. trafen sich nun bei der Agentur für Arbeit in Osnabrück und ließen sich von Frau Susanne Kühne-Nolte und Frau Nadja Koch über das Betriebliche Gesundheitsmanagement der Agentur für Arbeit sowie von Herrn Dr. Kai Hochscheid, Referent der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege über psychische Belastungen am Arbeitsplatz informieren. 

Frau Susanne Kühne-Nolte, Geschäftsführerin Interner Service der Agentur für Arbeit (AA) in Osnabrück und Frau Nadja Koch, Fachkraft für Personal Interner Service AA Osnabrück, stellten als Gastgeberinnen das Konzept für Betriebliches Gesundheitsmanagement der Agentur für Arbeit vor. Mit dem Konzept wird ein strukturiertes, transparentes und nachhaltiges Gesundheitsmanagement innerhalb des Internen Service Verbundes Osnabrück umgesetzt. Frau Kühne-Nolte berichtete zudem von der Engagementbefragung in der Agentur für Arbeit in Osnabrück und verriet, dass sich der Engagementindex seit Einführung der Befragung von 2013 bis 2015 durch Umsetzung verschiedener Maßnahmen, wie  die Erstellung eines Kommunikationskonzeptes, verbessert hätte. Der wesentliche Wirkfaktor der Befragung in der Agentur lag aber wohl vor allem darin, dass die Mitarbeitenden mit den Führungskräften miteinander auch über die Art und Weise der Zusammenarbeit ins Gespräch kamen.

In seinem Fachvortrag definierte Dr. Kai Hochscheid, Referent der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege, den Begriff psychische Belastungen am Arbeitsplatz und erläuterte, wie ein möglicher Ablauf einer Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen aussehen kann. Er machte den Netzwerkern dabei deutlich, dass psychische Belastungen bei jeder Tätigkeit normal und notwendiger Bestandteil der Arbeit seien. Ziel sei es nicht psychische Belastungen zu streichen, sondern sie so zu reduzieren, dass das Risiko einer Gesundheitsgefährdung soweit wie möglich gesenkt werde. Hochscheid nannte Stressoren, die Mitarbeiter krank machen, wie beispielsweise hoher Zeitdruck und Konflikte, aber auch Ressourcen, die gesund halten. Dazu zählen unter anderem Kooperations- und Kommunikationsmöglichkeiten. Er riet den Teilnehmern: „Greifen Sie zum Äußersten, sprechen Sie miteinander“. Zur Ermittlung psychischer Gefährdungen zeigte Hochscheid verschiedene Verfahren auf, darunter Analyseworkshops, Beobachtungsinterviews oder Mitarbeiterbefragungen. Zu beachten sei, dass nicht jedes Verfahren zu jedem Unternehmen passe. So sei beispielsweise beim Analyseworkshop bestehendes Vertrauen zwischen Führungskraft und Mitarbeiter zwingend erforderlich.

Das Netzwerktreffen „Betriebliches Gesundheitsmanagement in der Region Osnabrück“, in dem sich Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen über das Betriebliche Gesundheitsmanagement austauschen, wird von GewiNet e. V. einmal pro Quartal organisiert. 

Kontakt und Informationen bei Andrea Poppen, a.poppen@gewinet.de oder unter 0541/ 2009844-44.