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24.05.2017 10:51

Patienten können für mehr Sicherheit im Krankenhaus sorgen


Dr. Peter Gausmann sprach bei der Abendvisite im Forum am Dom über Patientensicherheit. Foto: Daniel Meier

Osnabrück. Patienten und Krankenhausmitarbeiter können die Sicherheit in Kliniken erhöhen, wenn sie sich an bestimmte Regeln halten. Dr. Peter Gausmann, Experte für Patientensicherheit sowie klinisches Risikomanagement und Ehrenprofessor der Donauuniversität in Krems, gab dazu bei der Abendvisite im Forum am Dom konkrete Ratschläge.

In der von Prof. Dr. Dr. Jens Atzpodien, Chefarzt der Klinik für Internistische Onkologie und Hämatologie der Niels-Stensen-Kliniken Franziskus-Hospital Harderberg, moderierten Veranstaltung betonte der Referent, dass Patienten in Krankenhäusern nie zuvor so sicher gewesen seien wie heute.

Die Krankenhäuser hätten umfassende Sicherheitsvorkehrungen eingeführt, um Risiken deutlich zu reduzieren. Dazu zählt laut Dr. Gausmann zum Beispiel das Identifikationsband, das jeder Patient um den Arm trägt und das ihn eindeutig erkennbar mache. 

Arzneimittelverwechselungen könnten durch wirkungsvolle Maßnahmen verhindert werden, so der Experte: Farbig gekennzeichnete Spritzen seien nur noch mit den jeweils richtigen Infusionskanülen kompatibel, so dass Fehlanwendungen auszuschließen seien.

Auch im OP werde alles getan, um Eingriffe so sicher wie möglich zu machen:Checklisten kommen zum Einsatz, spezielle Lagerungstechniken vermeiden Hautläsionen und bei der OP verwendete Instrumente, Tupfer und Tücher werden akribisch gezählt. Zahlreiche moderne technische Warnsysteme auf den Stationen sorgen für rechtzeitiges Handeln bei Unregelmäßigkeiten.“ 

„Entscheidend aber ist das Mitwirken der Patienten“, machte Dr. Gausmann deutlich und nannte als wichtige Maßnahme das regelmäßige Desinfizieren der Hände. Des Weiteren sollten sich Patienten, die etwa mit falschem Namen angesprochen würden, sofort melden. Das gelte auch für den Fall falsch verabreichter Medikamente oder Nahrung. Und auch Schmerzen sollten umgehend den Klinikmitarbeitern mitgeteilt werden. 

Es gebe noch einige weitere Punkte, die in diesem Zusammenhang beachtet werden sollten. Sie seien in einer aktuellen Broschüre des Aktionsbündnisses Patientensicherheit zu finden, auf die Dr. Gausmann verwies.