Virtuelle Spiele adressieren reale Gesundheitsprobleme >
< Ein gesundes Leben ohne Zigarette (Das Rauchfrei Programm – Kompakt)
23.06.2016 10:30

Osnabrücker Kardiologiegeschichte geschrieben


Dr. Bernhard Schwab (rechts) vom Medizinischen Versorgungszentrum der Schüchtermann-Klinik hat Osnabrücker Kardiologiegeschichte geschrieben und ist jetzt verabschiedet worden. Nachfolger ist Dr. Markus Andreas Engelen (links), der von Ramis Konya (Zweiter von links) und Dr. Michael Böckelmann (beide Schüchtermann-Klinik) begrüßt wurde. Foto: Daniel Meier

Osnabrück. Dr. Bernhard Schwab als erster niedergelassener Herzmediziner verabschiedet - Vorsitzender der Deutschen Herzstiftung hielt Festvortrag.

Vor 32 Jahren hat er Osnabrücker Kardiologiegeschichte geschrieben: Dr. Bernhard Schwab eröffnete gemeinsam mit Dr. Klaus-Georg Schrecker in der Johannisstraße Osnabrücks erste Praxis für Kardiologie. Nun wurde der Arzt des Medizinischen Versorgungszentrums (MVZ) der Schüchtermann-Klinik in Osnabrück feierlich in den Ruhestand verabschiedet.

Seine kardiologische Praxis war im Laufe der Jahre erfolgreich weiterentwickelt worden und ging später eine Kooperation mit der Schüchtermann-Klinik ein. Dr. Schwab: „Dass man nun auf dem Höhepunkt seiner Erfahrung aufhört, fällt schwer: Insbesondere, wenn erfolgversprechende Innovationen in der konservativen und instrumentellen Kardiologie den Praxisalltag so spannend machen.“ 

Weggefährten würdigten während der Feierstunde den beruflichen Werdegang des Ruheständlers. Dr. Michael Böckelmann, Geschäftsführer der Schüchtermann-Klinik in Bad Rothenfelde, dankte Dr. Schwab für den damaligen Pioniergeist sowie seinen wichtigen Beitrag für die kardiologische Versorgung in Osnabrück und Umgebung.

Dr. Martin Schulze-Ardey, Sprecher des kardiologischen Qualitätsnetzes, hob hervor, dass Dr. Schwab und Dr. Schrecker „Kardiologiegeschichte in der Hasestadt geschrieben haben“. Er ernannte Dr. Schwab zum Ehrenmitglied des kardiologischen Qualitätsnetzes.

Dr. Klaus Schrecker wandte sich an seinen langjährigen Kollegen und betonte: „Was Dich auszeichnete, war deine große Sorgfalt mit dem Du jedem Patienten begegnet bist und mit der Du sein Schicksal ernst nahmst.“

Als Nachfolger von Dr. Schwab wurde Dr. Markus Andreas Engelen herzlich begrüßt, der zuletzt im Department für Kardiologie und Angiologie des Universitätsklinikums Münster tätig war.

Im Rahmen des Festaktes sprach Prof. Dr. Thomas Meinertz, Vorsitzender der Deutschen Herzstiftung, über das Thema „Vorhofflimmern: Vom Unfug der Natur zur tödlichen Krankheit“. Erst vor 20 Jahren habe man entdeckt, dass es einen Zusammenhang zwischen dem Vorhofflimmern und den benachbarten Lungenvenen gibt. „Das eigentlich besondere daran war, dass die Impulse zur Auslösung von Vorhofflimmern von elektrischen Erregungen der Lungenvenen ausgehen. Wenn man sie beseitigt, ist das Vorhofflimmern weg“, sagte Meinertz.

Die Veranstaltung für Dr. Schwab wurde musikalisch von dem Flüchtling Jusef Tamari, studierter Apotheker und Musiker aus Syrien, umrahmt.