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08.02.2016 10:43

Mitarbeitergesundheit im Gespräch


Der Auftakt für die landesweiten Aktionstage zur Gesundheit im Betrieb fand mit (von links) Marco Graf (Hauptgeschäftsführer der IHK Osnabrück - Emsland - Grafschaft Bentheim), Timo Natemeyer (Bürgermeister der Gemeinde Bad Essen), Dr. Anna Meincke (Geschäftsführerin der Metropolregion Nordwest), Magdalena Knappik (Gewinet-Geschäftsführerin und IHK-Dienstleistungsreferentin) sowie Ulrich Petersen (Abteilungsleiter Mittelstand im Niedersächsischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr) in Bad Essen statt. Foto: Daniel Meier.

Osnabrück/Bad Essen. Gewinet macht Auftakt für landesweite Aktionstage zur Gesundheit im Betrieb.
   
Das Gewinet Kompetenzzentrum Gesundheitswirtschaft e.V. und die IHK Osnabrück - Emsland - Grafschaft Bentheim haben mit einer gemeinsamen Veranstaltung in Bad Essen den landesweiten Auftakt für die Aktionstage des Niedersächsischen Industrie- und Handelskammertages (NIHK) zum Thema Gesundheit im Betrieb gemacht.
 
Ulrich Petersen, Abteilungsleiter Mittelstand im Niedersächsischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, hob die Bedeutung eines Betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM) gerade für kleine und mittlere Unternehmen hervor, zu denen die Mehrheit aller Betriebe in Niedersachsen zähle. Die Gesundheit der Mitarbeiter sei auch die Voraussetzung für ein gesundes Wachstum der Unternehmen. Größere Unternehmen könnten Ausfälle eher verkraften als kleine, wo es oft auf jeden einzelnen Mitarbeiter ankomme, sagte Petersen. Kleine und mittlere Unternehmen hätten aber den Vorteil, dass sich ein Betriebliches Gesundheitsmanagement zum Teil einfacher und schneller umsetzen lasse, als bei großen Firmen. Allerdings fehlten vielen Betrieben Handlungskonzepte. Die Landesregierung wolle daher künftig noch stärker dazu beitragen, vorhandene Potenziale der Gesundheitswirtschaft in diesem Sinne zu verzahnen und auszubauen. Regionale Netzwerke wie Gewinet seien wichtig, um kleinen und mittelständischen Betrieben eine Orientierung zu bieten. Für jedes Unternehmen könne ein maßgeschneidertes Konzept entwickelt werden.
 
Die große Resonanz auf die Auftaktveranstaltung zu den NIHK-Aktionstagen unterstreiche die Bedeutung des Themas Gesundheit im Betrieb, sagte Marco Graf, Hauptgeschäftsführer der IHK Osnabrück - Emsland - Grafschaft Bentheim. Mitarbeitergesundheit sei auch mit Blick auf den Fachkräftemangel ein wichtiges Thema. Daher müsse die Gesundheitsförderung in Unternehmen eine hohe Priorität haben.
 
Dr. Anna Meincke (Geschäftsführerin der Metropolregion Nordwest) stellte die Fördermöglichkeiten ihrer Einrichtung vor und rief dazu auf, sich für Förderprojekte zu bewerben.
 
Ein Betriebliches Gesundheitsmanagement trage dazu bei, krankmachende Faktoren am Arbeitsplatz zu identifizieren und zu beseitigen, erläuterte Timo Natemeyer, Bürgermeister der Gemeinde Bad Essen. Davon profitierten letztlich alle: Eine gesunde Belegschaft steigere die Produktivität und entlaste die Sozialsysteme.
 
Gewinet-Geschäftsführerin und IHK-Dienstleistungsreferentin Magdalena Knappik beschrieb Betriebliches Gesundheitsmanagement als planvollen betrieblichen Prozess, um die Gesundheit der Mitarbeiter zu fördern. Sie informierte über mögliche Abläufe des BGM in Unternehmen und stellte unterstützende Angebote vor. Die Geschäftsführerin wies darauf hin, „dass Betriebliches Gesundheitsmanagement eine Daueraufgabe ist“. Es sei wichtig, messbare Ziele immer wieder neu zu definieren und deren Erreichen zu überprüfen. Gleichzeitig betonte sie, dass BGM nicht umsonst umsetzbar sei, sondern personelle und finanzielle Ressourcen erfordere.
 
Möglichkeiten von „Bewegung im Betrieb“ stellte BGM-Beraterin Hajnalka Lange vor. Auf die „Work-Life-Balance“ ging Jan Veninga (System-Integrativer Coach und Trainer) ein.