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03.04.2014 11:58

Klinikum Osnabrücker Land – Barrierefreies Haus Möhringsburg


Barrierefreiheit ist ein Wort, das sich im Laufe der vergangenen Jahre immer mehr in unser Bewusstsein geschlichen hat. Mittlerweile findet man vielerorts Symbole – z.B. behindertenfreundliches WC oder Parkplätze – die anzeigen, dass hier für Menschen mit Behinderung mitgedacht wurde. Barrierefreiheit schließt aber auch Menschen ohne Behinderung ein; Menschen mit altersbedingten Einschränkungen oder kleine Kinder zählen ebenso zum Ziel-Personenkreis.

Barrierefreiheit steht laut Wikipedia für „eine Gestaltung der baulichen Umwelt in der Weise, dass sie von Menschen mit Behinderung und von älteren Menschen in derselben Weise genutzt werden kann wie von Menschen ohne Behinderung“.

Das ist ein wichtiger Aspekt – vor allem wenn es um Einrichtungen wie das Haus Möhringsburg geht. „Ein stationärer Aufenthalt dauert in der Regel mehrere Wochen“, sagt Martina Tranel, stellvertretende Einrichtungsleiterin der Rehabilitationsklinik Haus Möhringsburg. „Da ist eine angenehme und funktionale Umgebung wichtig für eine erfolgreiche Rehabilitation. Besonders für Menschen mit körperlichen oder kognitiven Einschränkungen.“

Im Haus Möhringsburg sind alle Zimmer barrierefrei – manche auch rollstuhlgerecht – eingerichtet. Außerdem verfügen alle Zimmer und Funktionsräume über Notrufeinrichtungen, über die rund um die Uhr medizinische Soforthilfe gerufen werden kann.

Alle Ebenen der Klinik sind durch Aufzüge miteinander verbunden, so dass die Funktions- und Gemeinschaftsräume durchweg stufenlos erreichbar sind. Das Bewegungsbad verfügt über einen Hebelifter und die Lehrküche ist mit einem absenkbaren Arbeitsplatz ausgestattet.

Leichte Sprache als weitere Komponente der Barrierefreiheit

Im Haus Möhringsburg wird Barrierefreiheit aber auch noch weiter gedacht. „Die „leichte Sprache“ erhält eine immer wichtigere Bedeutung gerade in der Zusammenarbeit mit Menschen, die kognitiv eingeschränkt sind“, erklärt Tranel.

„Leicht verständliche Ausdrucksweisen gewinnen immer mehr an Bedeutung, denn niemand soll durch sprachliche Barrieren ausgegrenzt werden“, heißt es auf der Webseite vom Büro für leichte Sprache der Hochschule Osnabrück. Leichte Sprache hilft, selbst zu entscheiden und zu bestimmen. Leichte Sprache wird z.B. durch die Verwendung einfacher Worte, vieler Bilder, gut lesbarer Schriftgrößen, übersichtlicher Gestaltung und kurzer Sätze erreicht.

In der Fachklinik spielt das vor allem im Bereich der Psychotherapie von Menschen mit kognitiven Einschränkungen eine große Rolle: Hier wird im Gespräch auf leicht verständliche Hinweise und kleine Therapie-Schritte geachtet – damit das Verhalten im Alltag etwas leichter verändert werden kann.

Neben den Aspekten der Barrierefreiheit ist das medizinisch-therapeutische Konzept auf eine individuelle Förderung der Aktivität und Teilhabe ausgerichtet. Hierfür werden zum Beispiel bewegungs- und ergotherapeutische Einheiten angeboten, die in den speziell auf die Bedürfnisse des jeweiligen Patienten zugeschnittenen Behandlungsplan einfließen. Alle Berufsgruppen arbeiten gemeinsam an den berufsorientierten Zielen des Menschen: von der Medizin, Pflege und Physiotherapie über die Psycho- und Sozialtherapie bis hin zur Arbeitstherapie und Sozialberatung. Hier laufen die Fäden zusammen, konkrete Maßnahmen zur Diagnostik der Arbeitsfähigkeit oder Praktika werden durchgeführt.

Kontakt:

Martina Tranel

Dipl. Sozialpädagogin/Dipl. Sozialarbeiterin, Sozialtherapeutin

Stellvertretende Einrichtungsleiterin

Hospitalweg 1

49124 Georgsmarienhütte

Telefon: 05401 338103

E-Mail: martina.tranel@klinikum-osl.de

 

http://www.klinikum-osnabruecker-land.de/haus-moehringsburg/unser-haus.html