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28.08.2014 10:11

Kampf gegen Krankenhauskeime - Bildungszentrum St. Hildegard bringt erste Hygiene-Ausbildung in Niedersachsen auf den Weg


Das Bildungszentrum St. Hildegard hat jetzt als erste Bildungseinrichtung in Niedersachsen die staatlich anerkannte Weiterbildung zur Hygienefachkraft in der Pflege auf den Weg gebracht und den ersten Kurs erfolgreich beendet. Foto: Niels-Stensen-Kliniken.

Absolventen kommen aus dem gesamten Nordwesten - Netzwerk aus Hygienefachkräften soll entstehen.

Osnabrück. Die Zahl der resistenten Bakterien steigt rapide. Jedes Jahr infizieren sich in Deutschland 500 000 bis 800 000 Menschen im Krankenhaus mit Keimen, wie das Robert Koch-Institut (RKI) meldet. Das Bildungszentrum St. Hildegard  der Niels-Stensen-Kliniken Osnabrück hat deshalb jetzt als erste Bildungseinrichtung in Niedersachsen die staatlich anerkannte Weiterbildung zur Hygienefachkraft in der Pflege auf den Weg gebracht und den ersten Kurs erfolgreich beendet.

Neueste Erkenntnisse zur  Verhütung und Bekämpfung von Infektionen in Krankenhäusern, Pflege- und anderen Einrichtungen des Sozial- und Gesundheitswesens wurden in der Hygiene-Ausbildung vermittelt und in vielfältigen Projekten exemplarisch umgesetzt. Pflegekräfte aus dem gesamten Nordwesten ließen sich ausbilden und nun festlich verabschieden. 

Die umfangreichen schriftlichen,  praktischen und mündlichen Prüfungen der staatlich anerkannten Fachweiterbildung haben die Absolventen erfolgreich bestanden. Die Abschlussveranstaltung begann mit einem Dankgottesdienst unter dem Motto „Wer das Ziel kennt, findet den Weg“, den Generalvikar Theo Paul gemeinsam mit vielen Gästen feierte.

Im anschließenden Festakt blickte Johan Wieman, Fachbereichsleiter der Weiterbildung, zufrieden zurück. Er bescheinigte allen Teilnehmern, durchweg überdurchschnittliche Leistungen erbracht zu haben: „Sie waren eine sehr motivierte, engagierte und lernwillige Weiterbildungsgruppe mit viel Zusammenhalt untereinander. Wir Lehrer und Dozenten sind sehr gerne zu Ihnen in den Unterricht gekommen“, so sein positives Fazit.

Im Namen der Absolventen blickte Stefanie Schwarz auf die zwei „erfolgreichen und gewinnbringenden Jahre“ zurück, und bedankte sich bei den Fachdozenten. Diese, so betonte sie, „haben stets fachlich versiert, verständlich und mit hohem Praxisbezug sowie großem Engagement die hygienerelevanten Inhalte vermittelt“.

Aus den Händen des Prüfungsvorsitzenden, Dr. Bernard Fangmann, nahmen die neuen Hygienefachkräfte in der Pflege ihre Zeugnisse und Erlaubnisurkunden mit Stolz entgegen. Anschließend bot sich bei einem kleinen Imbiss die Möglichkeit, die zwei Jahre Revue passieren zu lassen. Es wurden aber auch schon Pläne geschmiedet, ein Netzwerk aus Hygienefachkräften neu wachsen zu lassen.

Die Weiterbildung erfolgt berufsbegleitend über zwei Jahre und umfasst 720 Stunden theoretischen Unterricht sowie Pflichtpraktika in unterschiedlichen Gesundheitseinrichtungen. Die Dauer der Praktika beträgt insgesamt drei Monate.

„Wir sind uns bewusst, dass es viel zu tun gibt“, so Schulleiter Ulrich Barlag: „Mit der Hygieneausbildung wollen wir in Niedersachsen mit gutem Beispiel vorangehen und hoffen, dass uns andere Einrichtungen folgen werden. Denn nur durch eine umfassende Fortbildung und Weiterbildung sowie spezialisierte Fachkräfte, die wiederum gut untereinander vernetzt sind, können wir etwas erreichen.“ Ein neuer Kurs wird im Oktober 2014 beginnen. 

Die Absolventen sind:

Martina Aumann (AMEOS Klinikum Osnabrück), Reinhilde Bechlem (Paracelsus Klinik Osnabrück), Oliver Becker (Schüchtermann-Klinik Bad Rothenfelde), Bettina Eppers (Marienhospital Osnabrück), Klaus-Dieter Harmel (Marienhospital Osnabrück), Christian Link (Paracelsus Klinik Osnabrück), Dietmar Meiners (Marienhospital Papenburg), Kerstin Niemeyer (Franziskus Hospital Harderberg), Corinna Poppe (Marienhospital Ankum), Iris Poppe (Christliches Krankenhaus Quakenbrück), Ines Rüschen (Diakonie Krankenhaus Rotenburg/Wümme), Stefanie Schwarz (Fa. Camelot – amb. Intensivpflege), Mareike Sudbrink (Klinikum Delmenhorst), Monika Tenfelde (Euregio Klinik Nordhorn).