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25.07.2013 15:14

"Immer mehr Kinder stehen am Abgrund"


Superintendent Friedemann Pannen(vierter von links) besuchte das Kinderhospital und informierte sich bei (von links) Wilfried Siemering, Cornelia Oerter-Gollobund Marlies Mennewisch-Holtkamp. Foto: Kinderhospital.

Superintendent Pannen auf Informationsbesuch im Kinderhospital – Neuer Raum der Stille

Osnabrück. Der Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Osnabrück, Friedemann Pannen, ist zu Besuch im Kinderhospital Osnabrück gewesen. Er informierte sich über die Entwicklung des Hauses und die Seelsorge: Im Zentrum seiner Aufmerksamkeit stand dabei die Arbeit der ehrenamtlichen Seelsorgerin Marlies Mennewisch-Holtkamp. Sie schilderte ihm in einem Gespräch ihre Erfahrungen.


Die Seelsorge hat laut Frau Mennewisch-Holtkamp eine immer größere Bedeutung bekommen. Es kämen mehr und mehr auch Patienten zu ihr, die keine Lebensperspektive mehr sähen und sich selbst aufgegeben hätten. Ihnen bietet sie Gespräche an, aber oft genössen es die Patienten auch einfach, etwas vorgelesen zu bekommen und ihre Sorgen vergessen zu können. „Hier in der Seelsorge ist es nicht schlimm, mal zu weinen, auch als Junge nicht. Ich will den Patienten vermitteln, dass jemand für sie da ist, der sie auffängt und begleitet“, erklärt Frau Mennewisch-Holtkamp. Auf ihren Wunsch und aufgrund des positiven Feedbacks der kleinen Patienten ist extra ein Raum der Stille eingerichtet worden, der Wärme ausstrahlen soll. Die Kinder sollen ihre Sorgen mit hineinnehmen und dort lassen können.

Die Seelsorge wird auch von Mitarbeitern der Kinder- und Jugendpsychiatrie aufgesucht: „Aus dem vorher virtuellen Raum im Intranet, wird nun ein richtiger Raum“, meint die Seelsorgerin.

Generell sind alle bei der Seelsorge willkommen, auch Kinder, die einer anderen Konfession angehören oder keinen Bezug zu Gott haben.

Superintendent Friedemann Pannen zeigte sich begeistert von der Arbeit. Und auch die Verantwortlichen der Kinderklinik sehen die Arbeit von Frau Mennewisch-Holtkamp als gute Ergänzung zu den anderen Angeboten.
Der Verwaltungsdirektor des Kinderhospitals, Wilfried Siemering, bedankte sich bei Marlies Mennewisch-Holtkamp für die gute Zusammenarbeit, sie sei in den Jahren gewachsen und nicht mehr wegzudenken.