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06.02.2014 08:32

Gesundheitswirtschaft der Region vorbildlich


Referenten und Veranstalter freuten sich über den gelungenen Parlamentarischen Abend: Magdalena Knappik, Dieter Beermann, Dr. Bernd Runde, Dr. Michael Böckelmann, Dr. Maik Plischke, Daniela Behrens und Stefan Muhle (von links). Foto: Gewinet.

Parlamentarischer Abend von Gewinet mit Staatssekretärin und Politikern

Osnabrück/Hannover. Die Gesundheitswirtschaft in der Region Osnabrück/Emsland/Grafschaft Bentheim sei eine der stärksten in Niedersachsen, sagte Daniela Behrens, Staatssekretärin im niedersächsischen Wirtschaftsministerium, beim Parlamentarischen Abend der Gesundheitswirtschaft mit Politikern und Vertretern des Gesundheitswesens in Hannover. Das Kompetenzzentrum der Gesundheitswirtschaft (Gewinet) trage entscheidend dazu bei. Die Projekte des Netzwerkes seien beeindruckend.

Das Ministerium wolle die Gesundheitswirtschaft künftig weiter intensiv unterstützen und die Vernetzung ausbauen. Sie sei ein großer Mehrwert. Im Bereich Telemedizin betreibe das Land ein eigenes Netzwerk und habe mit Gewinet einen starken Partner gefunden, so die Staatssekretärin. Sie ging auch auf den steigenden Bedarf an qualifizierten Pflegekräften ein und sagte, dass es in diesem Zusammenhang wichtig sei, die Arbeitsbedingungen in der Gesundheitswirtschaft zu überprüfen und zu verbessern. Dabei wolle das Ministerium die Betriebe unterstützen.

Gewinet-Vorsitzender Dr. Michael Böckelmann berichtete, dass das Netzwerk Gewinet sich weiterentwickelt habe und viele Themen der Gesundheitswirtschaft aktiv voranbringe. Er nannte in diesem Zusammenhang die vier Schwerpunkte des Netzwerks: Betriebliches Gesundheitsmanagement, Telemedizin, Palliativversorgung sowie Sicherung der Gesundheitsversorgung und der Versorgungsqualität.

In einer Podiumsdiskussion bezogen Dieter Beermann (Geschäftsführer der Prolabor GmbH aus Hilter), Stefan Muhle (Erster Kreisrat des Landkreises Osnabrück), Dr. Maik Plischke (Geschäftsführer der Braunschweiger Informatik- und Technologie-Zentrum GmbH) und Dr. Bernd Runde (Stellvertretender Geschäftsführer der Niels-Stensen-Kliniken) Position.

Sie gaben Beispiele für aktuelle Potenziale und Handlungsfelder der Gesundheitswirtschaft. So stellte Muhle die innovativen Gesundheitsaktivtäten des Landkreises vor: „Wir sind bemüht, gemeinsam mit Gewinet die Nase vorn zu haben.“ Dr. Runde erläuterte das mit Gewinet auf den Weg gebrachte Weiterbildungsmodul zur Schulung von Palliativkräften, das sehr erfolgreich sei. Es gehöre zu den festen Bestandteilen der Fachkräfteschulung bei den Niels-Stensen-Kliniken. Es führe unterschiedliche Berufsgruppen und Disziplinen über die gemeinsame Aufgabe zusammen. Das eröffne Perspektiven.

Dr. Plischke machte deutlich, wie mit Hilfe von IT Probleme im Gesundheitswesen gelöst werden können. Ein Beispiel sei die medizinische Versorgung in Flächenländern, wo Hausärzte oft weit entfernt seien, aber Pfleger durch telemedizinische Unterstützung vor Ort helfen könnten. Allerdings müssten dazu teilweise noch die gesetzlichen Voraussetzungen geschaffen werden.

Dieter Beermann stellte neben dem wichtigen Netzwerkcharakter in der Kooperation mit Gewinet und den angeschlossenen Partnern auch die aktuellen und zukünftigen technischen Möglichkeiten in der Palliativversorgung in den Mittelpunkt seiner Ausführungen: "So kann gerade in der letzten Lebensphase eine nachweisliche Verbesserung in der Versorgungs- und Lebensqualität für den Patienten erreicht werden.“

„Wir freuen uns über den großen Anklang, den der Parlamentarische Abend fand“, so Gewinet-Geschäftsführerin Magdalena Knappik. Er habe den Austausch innerhalb der Gesundheitswirtschaft gefördert. „Wir möchten die Veranstaltung daher auch künftig anbieten.“