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20.06.2016 11:43

GesundheitsCampus Osnabrück präsentiert sich in Berlin


Das Osnabrücker Messe-Team mit Herrn Dr. Berghegger, MdB (5. v. r.) und Herrn Dr. Plischke, Innovationszentrum Niedersachsen (4. v. l.)

Berlin. Auf dem Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit treffen sich jährlich Multiplikatoren und Entscheidungsträger der Gesundheitswirtschaft. Mit 8.000 Teilnehmern ist es die deutschlandweit größte Gesundheitsveranstaltung. Die Träger und Kooperationspartner des GesundheitsCampus Osnabrück nutzten die Gunst der Stunde, um das gemeinsame Vorhaben in Berlin zu präsentieren.

Träger des GesundheitsCampus sind die Osnabrücker Hochschulen. Unterstützt werden sie von der Stadt und dem Landkreis Osnabrück, dem Bistum Osnabrück, dem evangelisch-lutherischen Kirchenkreis Osnabrück sowie dem GewiNet Kompetenzzentrum Gesundheitswirtschaft e.V.

Was verbirgt sich hinter dem GesundheitsCampus Osnabrück? „Die Gründung ist von der Idee getragen, Gesundheitsversorgung neu zu gestalten. Es geht darum, einen Ort zu schaffen, an dem Wissenschaft, Unternehmen der Gesundheitsversorgung, Kirchen und Politik zusammenkommen, um innovative Versorgungskonzepte für die Region zu entwickeln und zu erproben“, erläutert Prof. Dr. Andrea Braun, Studiendekanin für Forschung und Qualität der Hochschule Osnabrück, die Grundidee. Für einen derartigen Ansatz biete Osnabrück optimale Voraussetzungen. Studienangebote und Forschungsaktivitäten beider Hochschulen sollen künftig noch stärker verzahnt werden, um den wachsenden und veränderten Anforderungen im Gesundheitsbereich gerecht zu werden. Erste gemeinsame Forschungsprojekte wurden am Gemeinschaftsstand beim Hauptstadtkongress vorgestellt.

„Im Gepäck hatten wir u.a. auch viele technische Innovationen, die von den Trägern und Kooperationspartnern des GesundheitsCampus Osnabrück mitentwickelt wurden, so z.B. eine Trinkerinnerung und einen Navigationsgürtel“, erläutert IHK-Dienstleistungsreferentin und GewiNet-Geschäftsführerin Magdalena Knappik. Ein echter Publikumsmagnet war der Prototyp eines Virtual Reality (VR) Spiels für Schmerzpatienten, der im Rahmen des aktuell laufenden Forschungsprojektes „VIREP - Virtual Reality for Pain Therapy“ von GewiNet, der SALT AND PEPPER Software GmbH und der Corantis-Kliniken GmbH zusammen mit niederländischen Partnern entwickelt wurde. „Durch die Anvisierung eines schwimmenden Clownfisches kann mit der VR-Brille die Nackenmuskulatur durch das Spiel gezielt gedehnt werden. Eine Therapiemöglichkeit also, die Spaß macht.“, so Knappik.

Besonders gefreut hat die Initiatoren des GesundheitsCampus Osnabrück der Besuch von Dr. André Berghegger, MdB, und Dr. Maik Plischke, Geschäftsführer des Innovationszentrums Niedersachsen. Das Interesse beider Herren wurde insbesondere durch die geplanten Kompetenzzentren geweckt, welche perspektivisch aus den Forschungsschwerpunkten des GesundheitsCampus gemeinsam mit den Partnern entwickelt werden sollen. Diese Kompetenzzentren sollen am Wissenschaftspark und anderen zweckmäßigen Standorten angesiedelt werden.

Auch die am Gemeinschaftsstand veranstaltete Podiumsdiskussion war gut besucht. Engagiert diskutierten die Teilnehmer über die Möglichkeit mit Hilfe des GesundheitsCampus die Gesundheitsversorgung neu zu gestalten. Der Einbezug der Praxispartner nimmt dabei laut Dr. Michael Böckelmann, erster Vorsitzender von GewiNet und Geschäftsführer der Schüchtermann-Klinik Bad Rothenfelde, eine entscheidende Rolle ein: „Insbesondere mit den medizinischen, ambulanten und stationären Einrichtungen sollen Vereinbarungen – im Sinne von akademischen Lehrpraxen und Lehrkrankenhäusern – getroffen werden, die eine gemeinsame Ausbildung unterschiedlicher Gesundheitsberufe fördern.“ Mit den Praxispartnern entstehen zudem vielfältige akademische Weiterbildungsangebote, nicht zuletzt, um die Attraktivität der Gesundheitsberufe zu erhöhen. Dr. Böckelmann ergänzte: „Wir können uns das Personal auch nicht gegenseitig abspenstig machen, sondern wollen für den wachsenden Bedarf ausbilden.“ Nur eine enge Kooperation aller Einrichtungen und Unternehmen in der Region und die gemeinsame Aus-, Fort- und Weiterbildung könne helfen, die Arbeitskräfte vor Ort zu binden.

Weitere Informationen:

Prof. Dr. Andrea Braun von Reinersdorff

Professorin für Krankenhausmanagement, insbesondere Personalmanagement

Telefon: 0541-969 3668

E-Mail: a.braun@hs-osnabrueck.de

 

Prof. Dr. Birgit Babitsch

Professorin für New Public Health

Telefon: 0541-969 2266

E-Mail: birgit.babitsch@uni-osnabrueck.de