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< Erfolgreiche Examen im Bildungszentrum St. Hildegard
25.03.2013 10:19

Gemeinsam für die Begleitung Schwerstkranker und Sterbender geschult

Mehr als 150 Teilnehmer seit Beginn der Qualifizierung


Georgsmarienhütte/Bad Essen/Osnabrück. Das Gesundheitsnetzwerk GewiNet hat eine positive Bilanz der bundesweit ersten fachübergreifender Palliativschulungen gezogen. In diesen werden Ärzte, Pflegende, Therapeuten und Ehrenamtliche gemeinsam für die Begleitung Schwerstkranker und Sterbender qualifiziert. Bislang konnten in rund fünf Jahren mehr als 150 Teilnehmer ausgebildet werden.



"Unser neuartiges Konzept, hat sich bewährt", berichtet Prof. Dr. Winfried Hardinghaus, der die Schulungen gemeinsam mit Maria Lindemann vom Bildungszentrum St. Hildegard der Niels-Stensen-Kliniken leitet. Es sei ein Vorteil, verschiedene Berufsgruppen nicht getrennt für die Aufgaben in der Palliativarbeit zu schulen, sondern gemeinsam, sagt Hardinghaus. Denn auch in der Praxis sei die gemeinsame Begleitung der Patienten wichtig und eine reibungslose Zusammenarbeit von großer Bedeutung. "Es reicht nicht, wenn die verschiedenen Disziplinen eigenständig und unabhängig voneinander arbeiten", ergänzt Frau Lindemann: "Sie müssen ineinander greifen, aufeinander aufbauen, sich gegenseitig einbeziehen und so zu einem sich ergänzenden Team werden, das gemeinsam die Bedürfnisse des Patienten erkennt und gemeinsam darauf reagiert."

"Das Modell der gemeinsamen Qualifizierung ist auch aufgrund der guten Kooperation der Akademie des Klinikums und des Bildungszentrums St. Hildegard der Niels-Stensen-Kliniken sehr erfolgreich", so Prof. Dr. Dieter Lüttje, Chefarzt der Medizinischen Klinik VI (Geriatrie und Palliativmedizin) am Klinikum Osnabrück: "Die Zusammenarbeit bei den Weiterbildungsmaßnahmen ist in dieser Form einzigartig und vorbildlich." Die jährlichen Kurse finden im Wechsel in den einzelnen Bildungseinrichtungen statt.

In den Kursen geht es zum Beispiel um die besonderen Bedürfnisse Schwerstkranker und Sterbender, häufige Krankheitsbilder in der Palliativpflege/ Palliativmedizin, Maßnahmen bei Atemnot, Übelkeit, Angst, Depression, die Erkennung von Schmerzursachen, die Behandlung von Schmerzzuständen, die Gesprächsführung mit Schwerstkranken, Sterbenden und deren Angehörigen, rechtliche Aspekte sowie die Koordination der Zusammenarbeit im multiprofessionellen Team .

An den Schulungen beteiligt sind der Hospiz- und Palliativstützpunkt Osnabrück, das Osnabrücker Hospiz, das Zentrum für Palliativmedizin der Niels-Stensen-Kliniken, das Klinikum Osnabrück, ambulante Hospiz- und Pflegedienste, Hausärzte, Onkologen, Schmerztherapeuten, Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen, Kirchen und Seelsorger sowie die Universität Osnabrück. Die Kurse sind auch von den Ärztekammern anerkannt worden.

Informationen und Anmeldungen für den im Mai neu beginnenden Kurs sowie weitere Qualifizierungsangebote unter Telefon: 05472 954 99-27,gesundheitundbildung@gewinet.de, www.gewinet.de.

In fachübergreifenden Palliativschulungen werden Ärzte, Pflegende, Therapeuten und Ehrenamtliche gemeinsam für die Begleitung Schwerstkranker und Sterbender qualifiziert. Foto: GewiNet.