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08.10.2014 12:30

Erste Messe für Mitarbeitergesundheit war ein Erfolg


Gewinet-Geschäftsführerin Magdalena Knappik, Dr. Michael Böckelmann (erster Vorstandsvorsitzender von Gewinet), Erster Kreisrat Stefan Muhle und Stadträtin Rita Maria Rzyski (von links) durchschnitten das rote Band und eröffneten die erste Messe für Mitarbeitergesundheit. Foto: Gewinet.

Osnabrück. Die erste Messe für Mitarbeitergesundheit des Kompetenzzentrums Gesundheitswirtschaft (Gewinet) war ein voller Erfolg. „Die Veranstaltung ist auf große Resonanz gestoßen“, so Gewinet-Geschäftsführerin Magdalena Knappik: „Wir möchten nun jedes Jahr dazu einladen.“ 

In seiner Begrüßung sagte der erste Vorstandsvorsitzende von Gewinet, Dr. Michael Böckelmann, dass das Thema betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) sowohl bei den Arbeitgebern als auch bei den Arbeitnehmern immer mehr an Bedeutung gewinne: Alleine aufgrund des demographischen Wandels stünden die Unternehmen vor großen Herausforderungen, wie dem Fachkräftemangel oder einer immer älter werdenden Belegschaft. 

Ein ganzheitliches betriebliches Gesundheitsmanagementsystem könne helfen. Dazu seien geeignete und individuell auf das Unternehmen zugeschnittene BGM-Maßnahmen in den Bereichen Bewegung, Ernährung, Suchtprävention und Stressbewältigung sinnvoll. So könnten die Gesundheit und Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter sowie der Erfolg des Unternehmens erhalten und gefördert, langfristig sogar gesteigert werden.

Auf die Frage „Was wir vom Fußball lernen können?“ ging Michael Boris, Trainer der Sportfreunde Lotte, ein. Er sprach über „Erfolg und Fair Play durch Betriebliches Gesundheitsmanagement“. Dabei erläuterte er, was sein Verein zur Gesundheitsförderung der Spieler unternimmt und wie er sie immer wieder motiviert. Im Team wie im Unternehmen sei es wichtig, Spieler, die nicht immer an der Front stehen, zu begeistern und mitzureißen, ihnen deutlich zu machen, dass sie eine wesentliche Rolle für das Team spielen. Mitspieler und Mitarbeiter müssten ihren Fähigkeiten entsprechend gefördert werden. Außerdem plädierte Boris für eine präventive Gesundheitsförderung. Da sei eine Fußballmannschaft ebenso in der Pflicht wie ein Unternehmen.

Kosten und Nutzen des Betrieblichen Gesundheitsmanagements präsentierte  Prof. Dr. Manfred Haubrock von der Hochschule Osnabrück. Er betonte, dass jeder in das BGM investierte Euro dem Unternehmen eine Ersparnis von bis zu zwei Euro bringe und gesundheitsfördernde Maßnahmen daher ein gute Investition seien. Denn es sei belegt, dass die Produktivität verbessert, Mitarbeiter motiviert und die Krankheitsrate gesenkt werden könnten. BGM-Maßnahmen seien immer mehr im Kommen. Die Gesundheitswirtschaft werde zudem die Zukunftsbranche Deutschlands werden, zitierte Haubrock aktuelle Studien.

Das umfangreiche Programm der Messe beinhaltete neben Vorträgen auch Infostände und Workshops. Bei diesen ging es zum Beispiel um Wege zu einer gesunden Unternehmenskultur durch gesunde Führung, betriebliche Sozialberatung oder Bewegungsangebote als erfolgversprechende Maßnahmen von der individuellen Förderung bis zur strategischen Integration in betriebliche Strukturen.

Die Teilnehmer der Messe waren begeistert: Wolfgang Weikert von Weikert Gesundheitsmanagement lobte das Konzept. Es sei zukunftsweisend. Christian Hoff von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Landkreises Osnabrück fand es wichtig, dass BGM-interessierte Firmen durch die Messe die Gelegenheit hätten, mit BGM-Anbietern ins Gespräch zu kommen. Und Johannes Grelle von der Clemens-August-Klinik war von der Praxisnähe der Messe begeistert und freute sich, dass sie jährlich stattfinden soll.

Das Gewinet-Kompetenzzentrum Gesundheitswirtschaft veranstaltete die Messe in Kooperation mit dem Diakonischen Werk in Stadt und Landkreis Osnabrück, der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Landkreises Osnabrück, der Wirtschaftsförderungsgesellschaft der Stadt Osnabrück und den Stadtwerken Osnabrück. 

Kontakt und Ansprechpartnerin: Eva Tinnefeld, Projektleiterin Betriebliches Gesundheitsmanagement, Telefon 0541 200984443, e.tinnefeld@gewinet.de.