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27.09.2017 08:34

Einbindung der Herzratenvariabilität in das Betriebliche Gesundheitsmanagement


Osnabrück. Verbindungen knüpfen, synergie-Effekte nutzen und eine Austauschplattform bieten: Dafür steht das GewiNet Netzwerktreffen für Großunternehmen aus der Region Osnabrück zum Thema „Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM)“. Am Montag, den 18. September 2017 haben sich 20 Unternehmen auf Einladung des GewiNet Kompetenzzentrums Gesundheitswirtschaft zu einem informativen und kollegialen Austausch bei Hellmann Worldwide Logistics GmbH & Co. KG getroffen.

Adam Pietzka, Betrieblicher Gesundheitsmanager bei Hellmann, stellte als Gastgeber das Konzept für eine gesundes Unternehmens vor. Das Konzept beruft sich auf dem Leitgedanken des Logistikunternehmens: „First, people first“. Hierbei steht vor allem das Vertrauen und das füreinander da sein im Mittelpunkt. Seit der Implementierung eines Betrieblichen Gesundheitsmanagement im Jahr 2011 werden in der Osnabrücker Niederlassung Angebote neu konzipiert. Besonders hervorzugheben sei die stärkere Einbindung der Betrieblichen Sozialberatung, welche vier Mal in der Woche von einer externen Dienstleisterin angeboten wird. Private und berufliche Probleme können in einer vertrauensvolle Atmosphäre angesprochen werden, ohne Weiterleitung an die Personalabteilung.

In einem anschließenden Fachvortrag von Barbara Jakob, Praxis für Herzlogik, wurde unverkennbar, dass das Thema Einbindung der Herzratenvariabilität (HRV) in das Betriebliche Gesundheitsmanagement großes Interesse bei den Teilnehmern weckte. Als HRV wird die Fähigkeit eines Manschens bezeichnet, bewusst die Frequenz des Herzrhythmus zu verändern. Über autonome physiologische Regulationswege passt ein gesunder Organismus die Herzschlagrate beständig momentanen Erfordernissen an. Körperliche Beanspruchung oder psychische Belastung führen in der Regel zu einer Erhöhung der Herzfrequenz, die bei Entlastung und Entspannung wieder zurückgeht. Durch eine kurze Übung erfuhren die Teilnehmer, wie durch gezielte Übungen der eigene Stresspegel gesenkt werden kann.

Abgerundet wurde der Nachmittag mit einer Interaktion in Form eines World-Cafés. Ziel ist es gewesen die Teilnehmer zu den Themen Umgang mit Auszubildende, Überzeugungsarbeit von Mitarbeitern und Führungsebenen sowie Mitarbeitern ab 40+, miteinander ins Gespräch zu bringen. In kleinen Runden wurden zu den jeweiligen Themen Probleme, Lösungsvorschläge sowie die mögliche Einbindung von Netzwerken diskutiert. Die Ergebnisse werden als neuen Input für das nächste Netzwerktreffen im November genutzt.