08.09.2016, KICK-OFF des INTERREG VA- Programms MIND: Medizinische Innovationen Niederlande-Deutschland >
< Webtool online – Medizinische Innovationen Niederlande - Deutschland (MIND)
05.09.2016 10:36

Digitales Gesundheitsmanagement im Kommen


Nordhorn. Gewinet stellt im NINO-Hochbau neueste Entwicklungen vor 

Betriebe setzen auf gesunde Mitarbeiter und sind immer mehr bereit, auch digitale Voraussetzungen dafür zu schaffen. Der Verein Gewinet Kompetenzzentrum Gesundheitswirtschaft stellte jetzt zusammen mit der IHK Osnabrück - Emsland - Grafschaft Bentheim und der Barmer GEK im Rahmen einer Veranstaltung zum Betrieblichen Gesundheitsmanagement (BGM) im NINO-Hochbau in Nordhorn neueste Entwicklungen vor.

 
Dipl.-Psych. Hanne Thiart (Geschäftsführerin GET.ON Institut für Online Gesundheitstrainings aus Hamburg) informierte über Online-Gesundheitstrainings. Sie ermöglichten es Mitarbeitern, anonym im Internet bestimmte Krankheitsbilder zu therapieren. Ein großer Vorteil sei, dass es hier keine Hemmschwellen und feste Therapietermine gebe. Auf diese Weise könnten mehr Mitarbeiter erreicht werden, so Thiart. Anders als beim Psychiaterbesuch könnten die Sitzungen zudem so oft wie erforderlich online wiederholt werden. Dennoch stünden im Bedarfsfalls auch Psychologen bereit, die per Videokonferenzen zugeschaltet würden. Hanne Thiart empfahl Unternehmen, die Online-Trainings in das bestehende Betriebliche Gesundheitsmanagement (BGM) zu integrieren. In den Niederlanden und anderen Ländern sei dieses System schon deutlich weiter verbreitet als in Deutschland.
 
„Betriebliches Gesundheitsmanagement auf neuen Wegen“ lautete der Titel des Vortrags von Dr. Oliver-Timo Henssler (Leiter Partnermanagement, vitaliberty). Das BGM komme bei den aktuellen Entwicklungen oft nicht mit, berichtete der Referent. Es würden in Betrieben häufig nicht alle Mitarbeiter erreicht. Deshalb sei es erforderlich, dass sich das BGM an die moderne Arbeitswelt 4.0 anpasse und in diese integriert werde: Niederschwelligkeit und auch der Spaßfaktor spielten hier eine wichtige Rolle. Erforderlich sei zudem eine Vernetzung von internen und externen Maßnahmen sowie von On- und Offline-Maßnahmen, so Dr. Henssler. Sein Unternehmen bringe deshalb BGM-Maßnahmen erfolgreich auf das Smartphone und erreiche dadurch fast alle Mitarbeiter. Ihnen werden zum Beispiel Ernährungsprogramme, gesundheitsbezogene Tagesaufgaben und Trainings angeboten. Ein Teamwettbewerb als Herausforderung und gegenseitige Motivation gehört ebenso dazu. Den Mitarbeitern werden zudem individuelle gesundheitliche Ziele vorgeschlagen.
 
Andrea Poppen (Projektleitung BGM bei Gewinet) rundete die Veranstaltung mit ihrem Vortrag ab. Sie erläuterte, wie Gesundheit im Betrieb aktiv gestaltet werden kann.