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< „Seelsorge hilft Menschen in Situationen, in denen eigentlich nichts hilft“
03.05.2017 10:14

Der direkte Weg in die Anästhesie


Osnabrück/Georgsmarienhütte/Ostercappeln/Melle. In den Niels-Stensen-Kliniken wird es künftig einen neuen Beruf geben: den sogenannten „Anästhesietechnischen Assistenten“ (ATA).

So soll dazu beigetragen werden, den Bedarf an speziell ausgebildeten Fachkräften in diesem Bereich zu decken. Denn die klassische Grundausbildung der Gesundheits- und Krankenpflege bereitet nicht auf eine Tätigkeit in der Anästhesie vor. Die Kliniken des Niels-Stensen-Verbundes in Osnabrück, Georgsmarienhütte, Ostercappeln und Melle werden gemeinsam mit dem Bildungszentrum St. Hildegard erstmals in der Region ab April 2018 eine dreijährige anästhesiespezifische Ausbildung anbieten.

Sie kann für viele junge Menschen eine interessante Ausbildung im Krankenhaus sein, analog zu der des Operationstechnischen Assistenten (OTA). Denn die Schüler werden ohne vorausgehende Gesundheits- und Kranken- beziehungsweise Kinderkrankenpflegeausbildung direkt für den Einsatz in der Anästhesie, im Aufwachraum, in der Notaufnahme und in der Endoskopie fit gemacht.

Die ATA werden künftig zum Beispiel Narkosen vorbereiten und überwachen sowie Atmung und Kreislauf von Patienten während einer Operation kontrollieren. Oft ist der Anästhesietechnische Assistent der Erste, der den Patienten im OP bis zur Narkose und nach dem Aufwachen aus der Narkose weiter begleitet. Nach Abschluss der Ausbildung ist der Einsatz der ATA auch in anderen Bereichen des Krankenhauses möglich. 

Voraussetzung für die Ausbildung zum ATA ist eine erfolgreich abgeschlossene zehnjährige Schulbildung sowie die gesundheitliche Eignung.

„Der neue Ausbildungsberuf richtet sich an junge Menschen, die einerseits Interesse an Medizin und Medizintechnik haben und gleichzeitig Menschen in besonderen Situationen begleiten und unterstützen wollen“, erläutert Ulrich Barlag, Leiter des Bildungszentrums St. Hildegard. „Er wird somit für viele junge Menschen sehr attraktiv sein.“ 

Bewerbungen können ab sofort direkt an die Pflegedirektoren gerichtet werden. Darüber hinaus können über das Bildungszentrum St. Hildegard weitere Kooperationshäuser aus der Region erfragt werden: Telefon: 0541 326 7700, info@bzsth.de, www.bildungszentrum-st-hildegard.de.

Die neue ATA-Ausbildung hat gerade im theoretischen Teil viele Gemeinsamkeiten mit der bereits bestehenden zum Operationstechnischen Assistenten (OTA), so dass die beiden Ausbildungsberufe in integrativer Form angeboten werden. Dies bedeutet, dass der theoretische Unterricht in den ersten beiden Ausbildungsjahren gemeinsam und stattfindet und im dritten Ausbildungsjahr dann die theoretische Spezialisierung  erfolgt. Dies hat unter anderem später den Vorteil, dass mit einem weiteren Ausbildungsjahr der jeweils andere Berufsabschluss erworben werden kann.