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11.08.2016 11:50

Chirurgische Praxis mit neuem ambulanten OP offiziell vorgestellt


Der neue ambulante OP an den Niels-Stensen-Kliniken Bramsche wurde Medizinern aus der Region sowie Vertretern aus Rat und Verwaltung der Stadt Bramsche jetzt offiziell vorgestellt. Um den OP-Tisch versammelten sich für das Foto (von links) Frank Dohmeyer, Dr. Thomas Berenz, Dr. Torsten Saemann (Chirurgen MVZ), Liesel Höltermann (Vorsitzende des Fördervereins Niels-Stensen-Kliniken Bramsche), Ralf Brinkmann (Geschäftsführer Marienhospital Ankum-Bersenbrück), Verwaltungsdirektorin Gudula Thiemann, Bürgermeister Heiner Pahlmann und Werner Lullmann (Geschäftsführer Niels-Stensen-Kliniken). Foto: Daniel Meier/Niels-Stensen-Kliniken

Bramsche. Die chirurgische Praxis mit dem neuen ambulanten OP an den Niels-Stensen-Kliniken Bramsche ist jetzt offiziell eröffnet und Medizinern aus der Region sowie Vertretern aus Rat und Verwaltung der Stadt Bramsche vorgestellt worden. Bürgermeister Heiner Pahlmann freute sich, dass es gelungen sei, ein chirurgisches Angebot in Bramsche zu halten.

 

Werner Lullmann, Geschäftsführer der Niels-Stensen-Kliniken, blickte auf die Vorgeschichte zurück: Die Beschneidung der operativen Disziplinen sei bei aller Freude über die Zukunftsperspektive für das Haus zunächst ein echter Wehrmutstropfen gewesen. „Wichtiger ist aber, dass die Entscheidung für den Standort  viele Möglichkeiten bietet,  die Zukunft neu und sicher zu gestalten“, betonte er. So werde das stationäre Angebot kontinuierlich ausgebaut und an der Stabilisierung sowie Weiterentwicklung der ambulanten Gesundheitsversorgung in der Stadt Bramsche gearbeitet.

Ein wichtiger Schritt in diese Richtung sei die Sicherung des qualifizierten ambulanten chirurgischen Angebots in Bramsche gewesen. Dazu sei die Praxis Berenz/Krug übernommen und die Praxisräume an das Krankenhaus verlegt worden. „Um den Komfort für die Patienten und die Möglichkeiten der Mediziner zu verbessern, wurden moderne Praxisräume und ein neuer moderner OP-Saal geschaffen.“

Dieser Saal stehe nun für alle ambulanten chirurgischen Eingriffe zur Verfügung. Aber er wird nach Lullmanns Worten allein dadurch nicht ausgelastet sein. „Wir stehen daher mit anderen operierenden niedergelassenen Ärzten im Gespräch. Ihnen bieten wir an, den OP ebenfalls zu nutzen, um das operative Angebot in der Stadt weiter zu verbessern. Aktuell gestalten sich die Gespräche so, dass  ich von einer positiven Entwicklung in den nächsten Monaten ausgehe.“

Die Niels-Stensen-Klinken Bramsche haben in die Praxis und in den OP-Neubau 350.000 Euro investiert. Dies war nur möglich mit Unterstützung der Gesellschafter und durch einen (in Aussicht gestellten) Zuschuss der Stadt Bramsche in Höhe von 75.000 Euro.

„Dafür bin ich der Stadt Bramsche und den politisch Verantwortlichen sehr dankbar“, so der Geschäftsführer. Gleichwohl habe es über diesen Zuschuss durchaus Diskussionen gegeben. „Und die können ja bekanntlich zur Klärung von Fragen führen“, sagte er und erläuterte: Für die Niels-Stensen-Kliniken sei eine konstruktive Zusammenarbeit auf Augenhöhe mit allen niedergelassenen Haus- und Fachärzten sehr wichtig. Grundlage dafür müsse die Arztpraxis in freier Niederlassung sein. 

Die Niels-Stensen-Klinken werden laut Lullmann auch in Zukunft MVZ nur dann betreiben, wenn sich sonst die fachärztliche Versorgung nicht – oder nicht ausreichend - sicherstellen lässt. „Auch unsere MVZ betreiben wir auf gemeinnütziger Basis. Das heißt: Wir wollen und werden damit auch auf Dauer kein Geld verdienen. Insbesondere ein ambulanter OP lässt sich kaum wirtschaftlich betreiben. Aber in diesem Fall ging es uns ausschließlich darum, einen Standort zu stabilisieren und den Menschen in ihrem Wunsch nach einer chirurgischen Versorgung so weit wie möglich entgegenzukommen.“   

Der OP wurde nach modernen hygienischen Erkenntnissen gebaut (unter anderem mit Klimatisierung und Schleusenfunktion nach Vorgaben des Robert-Koch-Instituts).

Zum Leistungsspektrum der Einrichtung am Bramscher Krankenhaus gehören handchirurgische Eingriffe, Operationen bei Leistenbruch, Nabelbruch, Hämorrhoiden, Krampfadern, Kniearthroskopien, fußchirurgische Eingriffe, Durchgangsarztverfahren sowie diagnostische Maßnahmen. 

Ärztlicher Leiter des MVZ ist Dr. Thomas Berenz. Der Unfallchirurg hat auch eine Zulassung als Durchgangsarzt der Berufsgenossenschaft. Dr. Torsten Saemann ist Facharzt für Visceralchirurgie, spezielle Visceralchirurgie und Proktologie. Darüber hinaus ist er Chefarzt im Marienhospital Ankum-Bersenbrück (MHA) und kann Patienten somit bei erforderlichen stationären Eingriffen anbieten, sie dort persönlich zu operieren. Frank Dohmeyer kümmert sich aufgrund seiner langjährigen klinischen Erfahrungen als Chirurg besonders um die ambulanten Operationen.

Das MVZ ist montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr unter Telefon 05461 93990 erreichbar.