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08.04.2013 10:42

Bluthochdruck wird oft unterschätzt

Anlässlich des Weltgesundheitstags rät Prof. Dr. Wichter zu regelmäßigen Kontrollen und zu konsequenter Therapie


Osnabrück. Der Bluthochdruck zählt in den westlichen Industrienationen zu den sogenannten Volkskrankheiten. Deutschland ist dabei einsamer Spitzenreiter. Hier leiden mehr als 50 Prozent der über 50-jährigen an der Erkrankung. Sie ist Thema des diesjährigen Weltgesundheitstags am 7. April. Aus diesem Anlass warnt Prof. Dr. Thomas Wichter, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin / Kardiologie der Niels-Stensen-Kliniken Marienhospital Osnabrück, davor, die Krankheit zu unterschätzen.

Ein anhaltend hoher Blutdruck belaste auf Dauer das Gefäßsystem, so der Chefarzt. Er führe zu Arteriosklerose und könne dann unbehandelt eine Schädigung und Durchblutungsstörung lebenswichtiger Organe wie Herz, Gehirn und Nieren mit sich bringen. Die Folgen seien Herzinfarkt, Schlaganfall und Nierenversagen. Aber auch die Durchblutung der Extremitäten oder der Augen könne gestört sein und zu Muskelschmerzen der Beine oder Sehstörungen führen.

Durch eine rechtzeitige und effektive Behandlung des Bluthochdrucks mit Einstellung auf normale Werte können laut Prof. Dr. Wichter Folgeschäden vermieden und das Risiko, an Herzinfarkt und Schlaganfall zu erkranken, deutlich gesenkt werden. Hierbei reiche oft schon eine Änderung der Lebensweise mit weniger Kochsalz, Gewichtsreduktion und viel Bewegung.

In vielen Fällen ist Bluthochdruck genetisch bedingt und wird durch Stress, Übergewicht, übermäßigen Alkoholkonsum und Zuckerkrankheit begünstigt.

Info:
Bluthochdruck misst man auf einfache Weise mit einer Druckmanschette. Die Messung führt der Hausarzt durch, man kann sie aber auch selber zuhause vornehmen. Ein normaler Blutdruck liegt zwischen 120 und 130 mm Hg (oberer systolischer Wert) und 70-85 mm Hg (unterer diastolischer Wert). Liegen die Werte höher als 140 mmHg (systolisch) und 90 mm Hg (diastolisch), spricht man von einem Bluthochdruck.