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29.03.2017 12:40

Auftakt für Kooperationen zwischen dem Ambulanten Spes Viva Hospizdienst und stationären Einrichtungen


Gemeinsamer Fototermin nach der Vertragsunterzeichnung mit (von links) Dr. Reinhold Kassing (Spes Viva), Rainer Junghans (Pflegedienstleiter des Altenpflegezentrums Simeon und Hanna), Martin Reutepöhler (Leiter des Altenpflegezentrums Simeon und Hanna), Marion Heitling, Koordinatorin des ambulanten Hospizdienstes (Sechste von links), sowie weiteren Mitarbeiterinnen des Hauses und Ehrenamtlichen. Foto: Daniel Meier

Bad Essen/Ostercappeln. Die ambulante Hospizarbeit in Pflegeheimen wird immer wichtiger. Das unterstrich Dr. Reinhold Kassing, Vorsitzender des Fördervereins von Spes Viva, jetzt anlässlich der Vertragsunterzeichnung des Ambulanten Spes Viva Hospizdienstes mit dem Altenzentrum Simeon und Hanna des Diakonievereins Bad Essen. Sie war der Auftakt für Kooperationen zwischen dem Ambulanten Spes Viva Hospizdienst und stationären Einrichtungen.

Im Altenzentrum Simeon und Hanna gebe es wie in weiteren Häusern bereits eine langjährige gelebte Zusammenarbeit, so Dr. Kassing. Durch die Kooperationsverträge solle diese nun auch offiziell besiegelt werden.

Damit verbunden sei ein Handlungskonzept, das den Mitarbeitern Leitlinien an die Hand gebe. Das sei wichtig, weil immer mehr Menschen ihre letzten Tage in Altenpflegeheimen verbrächten, erläuterte der Fördervereinsvorsitzende.

Das neue Palliativgesetz unterstütze die Kooperation von ambulanten Hospizdiensten und Altenheimen. Allerdings sei die Gesetzesregelung nur ein erster Schritt, der aber die gewachsene Bedeutung unterstreiche, die die Politik der Hospizarbeit beimesse. Dr. Kassing warnte davor, die auf diesem Wege erreichte finanzielle Unterstützung so zu interpretieren, dass eine Förderung durch Spenden nicht mehr nötig sei. Das Gegenteil sei der Fall, die sehr aufwendige Arbeit sei allein durch gesetzliche Unterstützung nicht ausreichend finanzierbar.

Der Spes Viva Hospizdienst sei gut für die Zusammenarbeit mit den Altenpflegeheimen aufgestellt, sagte Marion Heitling, Koordinatorin des ambulanten Hospizdienstes. Sie lobte das Engagement der zahlreichen Ehrenamtlichen, die für ihre Aufgabe fortgebildet würden, Schwerstkranke und Sterbende sowie deren Angehörige ambulant zu begleiten. Es sei lobenswert, dass sich soviele für die Hilfe am Menschen engagierten. Denn die Begleitung sei immer individuell ausgerichtet und oft mit einem hohen zeitlichen Aufwand verbunden, der von den Ehrenamtlichen gerne aufgebracht werde. Die Begleitung sei für beide Seiten bereichernd.

Einrichtungsleiter Martin Reutepöhler lobte die langjährige gute Zusammenarbeit mit dem Spes Viva Hospizdienst. Sie gewinne künftig immer noch mehr an Bedeutung, die Vertragsunterzeichnung sei daher das i-Tüpfelchen der erfolgreichen Kooperation.