Herzlich mit den Patienten gelacht >
< BGM-Netzwerker beim Caritasverband in Osnabrück
11.04.2016 13:20

Auftakt der Veranstaltungsreihe Unternehmerforum „Lebens- und Unternehmensaufgabe Gesundheit“


Osnabrück. Das Gewinet Kompetenzzentrum Gesundheitswirtschaft e.V. hat jetzt mit einer Veranstaltung in der Industrie und Handelskammer Osnabrück - Emsland - Grafschaft Bentheim den Auftakt für eine Informationsreihe zum Betrieblichen Gesundheitsmanagement gemacht. Im Mittelpunkt standen Vorträge zum Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz.

Die Entwicklung zur Dienstleistungsgesellschaft, modernste Kommunikationstechnologien sowie ständige Veränderungsprozesse bei gleichzeitiger beruflicher Unsicherheit – all das lasse vor allem die Bewegung zu kurz kommen, sagte Klaus Pohl von der Barmer GEK. Er stellte den Unternehmensvertretern auch das seit 2016 geltende Präventionsgesetz vor. Damit habe der Gesetzgeber die Krankenkassen verpflichtet, ihre Budgets für den Gesundheitsschutz zu erhöhen. „Pro Mitglied müssen die Kassen etwa sieben Euro in die Hand nehmen, die für die Individualprävention, das Betriebliche Gesundheitsmanagement (BGM) und die Senkung von Risikofaktoren zur Verfügung stehen“, erklärte Pohl. Schaue man auf die Ursachen von Krankmeldungen in Unternehmen finde man an der Spitze Skelett- und Muskelerkrankungen (21,5 Fehltage), an dritter Stelle psychische Erkrankungen mit 44,5 Ausfalltagen. „Klar ist, dass die betrieblichen Rahmenbedingungen entscheidend für Gesundheit und Wohlbefinden am Arbeitsplatz sind“, hielt Pohl fest.

Wie aber lässt sich Betriebliches Gesundheitsmanagement umsetzen? Dazu stellte Matthias Goer vom Medicos Beispiele aus der Praxis vor. Für kleine und mittelständische Unternehmen biete sich beispielsweise an, das eigene Gesundheitsmanagement vorab auf Ziele, Ressourcen und die Unterstützung durch die Mitarbeiter hin abzuklopfen. „Nur so werden Maßnahmen passgenau, gelebt und genutzt“, erläuterte Goer.

Entscheidend für eine erfolgreiche Umsetzung des BGM sei nicht allein die Teilhabe und Zieldefinition der Führungsmannschaft, so Goer. Auch die Mitarbeiter müssten etwa exakt nach Arbeitsbelastungen, Unterstützung im Team und von Vorgesetzten befragt werden. Es sei wichtig, herauszufinden, welche Unterstützung die Mitarbeiter wünschten und welche Ideen für Verbesserungen sie einbringen könnten.

Zum Abschluss gab Christin Tewes von GewiNet einen Überblick über die verschiedenen BGM-Aktivitäten des Vereins. Neben dem BGM-Beratungsangebot würden auch verschiedene Veranstaltungen und Qualifizierungsmaßnahmen wie der Lehrgang zum BGM-Fachberater(in) angeboten – in Kooperation mit der IHK Osnabrück - Emsland - Grafschaft Bentheim. Tewes erläutert: „Hierbei  handelt es sich um eine Grundqualifizierung in Sachen BGM, um interessierten Unternehmensvertretern ein Basis-Know zu vermitteln, welches für den Aufbau und die Umsetzung von BGM-Maßnahmen benötigt wird“. Zu den wichtigen Veranstaltungsformaten gehöre zum Beispiel die jährliche Messe für Betriebliches Gesundheitsmanagement. „Mit der BGM-Messe möchten wir für die Unternehmen in der Region die Transparenz über die regionalen BGM-Anbieter erhöhen“, so Tewes.

Am 31. Mai, 18 Uhr, wird die Reihe zum BGM mit der Veranstaltung „Mitarbeiterführung ohne Stress“ fortgesetzt. Veranstaltungsort ist dann das Medienforum Bersenbrück, Ravensbergstraße 15A.