Neue Räume eingeweiht - GewiNet begrüßt zum Start viele Gäste >
< Westdeutscher Teleradiologieverband startet Pilotprojekt in Niedersachsen
09.05.2014 08:41

„Aktionstag Saubere Hände“ am Klinikum Osnabrücker Land


Desinfektion der Hände ist Nr. 1 der Infektionsvermeidung.

 

Am Montag (5. Mai) fand im Klinikum OSL der Aktionstag Saubere Hände statt. Bereits zum dritten Mal klärten die stellvertretende Pflegedienstleiterin Angelika Atrat, Hygienefachkraft Maria Blank und ihre Kolleginnen über die Notwendigkeit verschiedener Maßnahmen zum Schutz vor Infektionen auf. Die Veranstaltung richtete sich vor allem an Mitarbeiter, Patienten und Angehörige und fand in der Eingangshalle des Krankenhauses in Dissen statt.

In Deutschland infizieren sich laut Aussage des Robert-Koch-Instituts (RKI) bis zu 600.000 Patienten jährlich bei einer medizinischen Behandlung im Krankenhaus. Diese Zahl ist alarmierend, erst Recht vor dem Hintergrund, dass sich bis zu ein Drittel all dieser Infektionen durch verbesserte Infektionsprävention verhindern lassen. „Die Patientensicherheit ist das höchste Gut in der medizinischen Versorgung. Der Schutz vor Infektionen muss daher Grundvoraussetzung sein“, so Christian Gutendorf, Verwaltungsdirektor des Klinikums Osnabrücker Land.

Die sogenannten antibiotikaresistenten Keime wie MRSA, Noro, ESBL, Klostridien, VRE lassen sich vermeiden. „Unverzichtbar ist daher eine fachgerecht durchgeführte Händedesinfektion“, so Maria Blank. Allerdings ist auch die Pflege der Hände sehr wichtig. Mit dem Tag der Händehygiene wurde daher erneut auf die Bedeutung der Hand hingewiesen.

Die Firma Stockhausen führte eine kostenlose Hautanalyse mit Messung des pH-Wertes und Feuchtigkeitsgehalts der Hände durch. Weiterhin konnten die Besucher mit Hilfe einer UV-Lampe kontrollieren, wo die Schwachstellen bei der Händedesinfektion liegen können. „Dafür wurde das Desinfektionsmittel mit einem fluoreszierendem Stoff versehen. Unter der UV-Lampe konnte man dann sehen, wo Benetzungslücken waren. Sehr häufig wird nämlich der Daumen vergessen“, erklärt Maria Blank. Außerdem wurden bebrütete RODAC-Platten ausgestellt und Keimanalysen durch entsprechende Nährmedien durchgeführt. Des Weiteren beklebten die Mitarbeiter alle Türen der Patientenzimmer mit Aktions-Plakaten und händigten Info-Materialien aus.

Besonders gut kamen auch die selbst gebackenen Plätzchen in Form von Händen an: „Die waren ein echter Hingucker und schnell aufgegessen“, so Blank. Insgesamt ist sie sehr zufrieden mit dem Aktionstag: „Wir hatten viele Besucher und das Interesse sowie die Beteiligung an unseren Aktionsständen war sehr gut.“

Das Klinikum Osnabrücker Land verfügt über das Infektionsschutz-Zertifikat Stufe Silber sowie über das EU-Qualifikationssiegel des EUR-Safety-Health-Net im Bereich Krankenhaushygiene (MRSA-Prävention). Insgesamt sind fünf euregionale Qualitätssiegel geplant. „Die Weiterentwicklung des Infektionsschutzes wird also auch in Zukunft großes Thema bei uns sein“, so Gutendorf.

 

Kontakt

Klinikum Osnabrücker Land

Robert-Koch-Straße 1

49201 Dissen a.T.W.

www.klinikum-osnabruecker-land.de/start.html

und